Die Mission „Romania 2009" des Corps of Volunteers
Das Corps of Volunteers des Lyceum Alpinum Zuoz folgte auch im Oktober 2009 einem Ruf aus Ianca, einer Kleinstadt unweit der Schwarzmeerküste und von früheren Einsätzen her bestens bekannt.
Die ehemalige Garnisonsstadt ist Administrationszentrum für eine Vielzahl umliegender Kommunen, in welchen vom Anschluss Rumäniens an die EU noch wenig zu spüren ist. Die Bevölkerung muss sich nach wie vor mit niedrigen Lebenstandarts begnügen, Armut ist oft nicht weit. Neue Entwicklungen und Fortschritte sind auf dem Agrarsektor wohl auszumachen, am Bildungswesen aber gehen sie vorbei. So kommen die Jüngsten der rumänischen Gesellschaft immer noch zu kurz. Die besondere Herausforderung für den diesjährigen Einsatz war es denn auch, trotz knapperer Resourcen und weniger Sponsoren ein weiteres Sarnierungsprojekt im Rahmen von „Schule für Schulen“ erfolgreich durchzuführen.
Arbeiten an verschiedenen Schulen
Einsatzziele waren leicht auszumachen. Wir konnten in Berlescu die Fassade einer Grundschule vollständig isolieren und mithelfen, die jährlich anfallenden hohen Heizkosten zu senken. Im Primarschulhaus in Perisoru mussten dringend neue Holzböden eingezogen werden. Kleinere Reparatur- und Ergänzungsarbeiten an Dächern der Dorfschulen in Plopu und Oprisenesti rundeten das diesjährige Auftragsvolumen ab. Wir waren froh, für alle Arbeiten auf die tatkräftige Mithilfe von angehenden Schreinerlehrlingen aus dem Kanton Graubünden zählen zu können. Die Gruppe von Schreinerlehrlingen hatte der kantonale Schreinermeisterverband im Rahmen einer grosszügigen Unterstützung unseres Projekts zusammen mit dem Corps ins Einsatzgebiet entsadt.
Prägende, unvergessliche Tage
Milica Pantic und Andrea Urfer, zwei externe Schülerinnen, die beide erstmals bei einem Einsatz des Corps of Volunteers dabei waren, schrieben in ihrem Bericht: „Als uns Herr Frehner am ersten Treffen die Informationsblätter verteilte, staunten wir nicht schlecht: drei Einsatzorte, drei Gruppen, drei Aufträge und das alles in fünf Arbeitstagen? Eine nicht enden wollenden Busreise brachte uns bis zur rumänischen Grenze, wo wir schnell den Unterschied zwischen den schweizerischen Strassen und den rumänischen Holperpfaden spürten. Endlich in Ianca angekommen, erwarteten wir mit Spannung auf die Besichtigung unserer Arbeitsorte. Pünktlichkeit wurde von Anfang an gross geschrieben und zog sich durch den ganzen Einsatz. In drei Gruppen machten wir uns an die Arbeit: Gruppe Dachdecker in Plopu mit Andi Heilmann, Gruppe Bodenleger in Perisoru mit Pieder Müller und 4 Lehrlingen, Gruppe Fassade in Berlescu mit Urs Heer und Andri Valentin. Es wurden neue Holzböden verlegt, Reparaturen und Ergänzungsarbeiten am Dach erledigt und ein ganzes Schulhaus mit einer neuen Fassade versehen. Wir hatten auch das Privileg, die Arbeiten der vorherigen Jahre zu betrachten. Was uns am meisten Freude bereitete, waren die Freundlichkeit und Offenheit der Einwohner. So konnten wir einen Teil ihrer Kultur und ihrer Lebensweise kennen lernen, die wir uns sonst gar nicht hätten vorstellen können. Es waren prägende, unvergessliche und lehrreiche zehn Tage mit einer tollen Gruppe, die man von Tag zu Tag immer besser kennen lernte.“
Damit das Corps of Volunteers weitere Einsätze im Rahmen des Projekts „Schule für Schulen“ realisieren kann, ist es weiterhin auf die Unterstützung grosszügiger Sponsoren angewiesen. Für Informationen dazu steht der Projektleiter Peter Frehner (peter.frehner@lyceum-alpinum.ch) jederzeit gerne zur Verfügung.